Im Zuge der versuchten Chartsmanipulationen von Produzent David Brandes soll sich die Zahl der von Media Control aus der Wertung genommenen CDs auf 31.000 Tonträger belaufen. Das zumindest behauptet der „Spiegel“. Ohne die Bereinigung hätte Sängerin Gracia den fünften Platz der Charts erreicht. Außerdem präsentiert das Magazin einen früheren Außendienstmitarbeiter eines Major-Konzerns, der angibt, früher auch in Stützungskäufe involviert gewesen zu sein.
„Wir Außendienstmitarbeiter haben auf Anweisung selbst CDs eingekauft, und wir wussten auch, wie man das Kassensystem austrickst, damit Platten mehrfach gezählt werden“, sagte der ehemalige Sony-Mitarbeiter Rene Dollhopf dem „Spiegel“. Rolf Gilbert, Geschäftsführer von Sony BMG, weist diese Behauptungen an gleicher Stelle entschieden zurück: „Ich schließe definitiv aus, dass Mitarbeiter von Sony BMG in Charts-Manipulationen verwickelt sind oder waren.“ Sony hätte nach Einführung des Scanner-orientierten Charts-Systems in Schulungen darauf hingewiesen, dass Manipulationen unnachsichtig geahndet würden. Das Gleiche gelte für BMG, wo bei einem Vergehen ausnahmslos eine fristlose Kündigung gedroht hätte.





