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Ericsson nimmt Napster Mobile ins Programm

Auf der 3GSM stellten Napster und Ericsson erste Ergebnisse ihrer vor einem halben Jahr geschlossenen Partnerschaft vor. Der Telekommunikationsausrüster kann nun seinen Providern weltweit den Dienst Napster Mobile anbieten.

Im Rahmen der Mobilfunkmesse 3GSM in Barcelona stellten Napster und Ericsson erste Ergebnisse ihrer im Juni 2005 geschlossenen Partnerschaft vor. Der Telekommunikationsausrüster kann nun seinen Providern weltweit den Dienst Napster Mobile anbieten. Mobilfunkanbieter in Europa, Nordamerika und Asien können ihren Endkunden damit jetzt mobile Musik- und Klingeltondownloads über die Marke Napster anbieten.

Das Hosting des Angebots übernimmt Ericsson und entlastet somit die Provider. Zudem ermöglicht diese Art des mobilen „White Label Shop“ eine Umsatzbeteiligung für die Netzbetreiber. Die Preisgestaltung von Napster Mobile liegt daher im Ermessensbereich des jeweiligen Mobilfunkanbieters.

Napster und Ericsson liefern die Titel doppelt aus: Eine Datei fürs Handy, eine zweite für den Computer des Kunden. Als verkaufsfördernde Maßnahme bieten die Kooperationspartner auch noch ein Empfehlungsprogramm, das den jeweiligen Musikgeschmack des einzelnen Napster-Mobile-Kunden analysieren und Songs anbieten soll.

Ein erster Nutzer dieses Konzepts hat sich bereits in den Vereinigten Staaten gefunden: Der relativ kleine Anbieter SunCom Wireless mit rund einer Mio. Kunden im Südosten der USA, in Puerto Rico und auf den US-Jungferninseln will Napster Mobile übernehmen. Preise wurden indes noch nicht bekannt.

„Mit Napster Mobile erhalten Mobilfunkbetreiber Zugang zu einer der größten digitalen Musikmarken der Welt“, lobt Hans Vestberg, Executive Vice President des Geschäftsbereichs Global Services von Ericsson. Und Napster-President Brad Duea ergänzt: „Die Kombination des Musik Know-hows von Napster mit der mobilen Musik-Lösung und der Mobilfunkkompetenz von Ericsson wird Netzbetreiber und Kunden gleichermaßen überzeugen.“

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