“Die Tatsache, dass wir das Kalenderjahr in Bezug auf Umsatz und ausgelieferte Einheiten mit einem leichten Plus abschließen werden, geht klar auf das Konto der internationalen Abteilung unter Peter Grazé„, erklärt Hacker. Diese habe 2001 die Kohlen aus dem Feuer geholt und eine Flut an Edelmetallauszeichnungen ausgelöst. „Wir sind – was das Breaken neuer internationaler Acts anbelangt – europaweit der Primus aller Epic-Labels“, so Hacker stolz.
Das Jahr 2002 soll eine Fortsetzung dieser Arbeit erleben. Als Schwerpunkte dürfen dabei die Newcomerin Shakira und weiterhin Anastacia gelten. Das aktuelle Album der New Yorker Sängerin, „Freak Of Nature“, wurde gerade 200.000-mal an den Handel ausgeliefert. Zudem stellt sie die offiziellen Songs zur Winter-Olympiade und zur Fußball-WM. Shakira hingegen schaffte in den USA jüngst den Sprung auf Platz drei der Billboard-Charts und soll im Frühjahr auch in Deutschland reüssieren. Allerdings räumt Hacker ein, dass nicht alle seiner Top-Themen den Erwartungen entsprochen hätten: So erweise sich etwa der Abverkauf des aktuellen Albums von Michael Jackson, „Invincible“, bisher als schleppend.
Insgesamt konnte Epic jedoch seinen Umsatz mit internationalem Repertoire im Vergleich zu 2000 um fünf Prozent steigern. Gleichzeitig wuchsen aber generell die Aufwendungen für Handelsmarketing und TV-Kooperationen. Ziel sei es nun im Geschäftsjahr 2002, lokal ähnlich stark wie international zu werden. Einen ersten Schritt in diese Richtung nahm die Repertoire-Abteilung bereits, als die Dance Division wieder Epic zugeteilt wurde. Ergebnis: Top-Ten-Erfolge mit Kai Tracid und Brooklyn Bounce. Außerdem setzt Hacker auf seine Truppe der drei Senior A&R Manager Dirk Dreyer, Oliver Jason Schreibvogel und Daniel Schmidt. Die drei sollen gemeinsam mit Hacker neben neuen Alben von Laith Al-Deen, Witt, Such A Surge, Weissglut und Juliette auch verschiedenen neuen Signings der letzten Monate zum Durchbruch verhelfen.
Weitere wichtige Bestandteile der nationalen Strategie bei Epic sind die angeschlossenen Labels X-Cell und ka². Allein George Gluecks Firma X-Cell zeichnet in dieser Woche mit fünf Titeln für Epics Charts-Triumph verantwortlich (Sarah Connor – Single auf eins, Album auf drei; Melanie Thornton – Single auf neun, Album auf elf; Band ohne Namen – Single auf 57). Und von ka2 erwartet Hacker nach Abschluss der Aufbauphase der jungen Firma in den nächsten Monaten diverse Single-Themen im Popbereich.






