Recorded & Publishing

„Endverbraucher*innen sind beim Backkatalog nicht bereit, die Preisspirale immer weiter mitzugehen“

Im Bereich Backkatalog sind zuletzt unter anderem die Preise für Vinyl- und CD-Boxen gestiegen. MusikWoche hat ausgesuchte Labels und Vertriebe in dem Bereich nach den Hintergründen gefragt, und wie sie darauf reagieren.

“In den Jahren 2020 und 2021 haben wir insbesondere im Vinylbereich mit Lieferschwierigkeiten, bedingt durch Fertigungsengpässe, zu kämpfen gehabt. Die Pandemie-Problematik kam on top“, sagt Clemens Fiedler, Senior Director Catalog Commercial Division Sony Music. Die Preisentwicklung generell sei stark abhängig von Energiekosten und unterliege der Qualität in den Lieferkettenströmen, so Fiedler weiter. „Im Segment der Vinyl-Schallplatten Produktion ist der Energieaufwand sehr hoch, deshalb erwarten wir in diesem Segment einen noch weiter steigenden Wareneinsatz, welchen wir jedoch nicht immer auf den Verkaufspreis umlegen. 2022 konnten wir zu einer ›Aufholjagd‹ ansetzen, die dazu geführt hat, dass CD und Vinyl nun vom Umsatzvolumen auf Augenhöhe sind. Im Verlauf von 2023 werden die Vinyl-Umsätze die CD-Umsätze deutlich überholen.“ Bei der Compact Disc bestehe eher das Problem der weiter sinkenden Bedarfs- und deren Herstellungsmengen. „Zusätzlich stieg der Druckkostenanteil deutlich an, begründet auch durch höherwertige Ausstattungskomponenten. Durch unsere globale Supply Chain sourcen wir optimiert und versuchen die Preisentwicklung abzumildern.“

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