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eMusic will Indie-Fans mit günstigen Downloads ködern

Ein Urgestein der Download-Branche will ab dem 22. September das größte Independent-Angebot im Netz bereitstellen. Nach wechselnden Eigentümern in den letzten Jahren setzt eMusic.com auf ein aktualisiertes Abo-Modell mit professioneller redaktioneller Begleitung.

Ein Urgestein der Download-Branche will ab dem 22. September das größte Independent-Angebot im Netz bereitstellen. Nach wechselnden Eigentümern in den letzten Jahren setzt eMusic.com auf ein aktualisiertes Abo-Modell mit professioneller redaktioneller Begleitung. Rund 500.000 Titel will das Unternehmen ab Mittwoch in seiner Datenbank zum Kauf anbieten. Das Besondere: Sie stammen ausschließlich von Independent-Labels. Derzeit hat eMusic Verträge mit 3700 Firmen. Die Songs sind im ungeschützten MP3-Format erhältlich und lassen sich somit auf allen gängigen Playern abspielen. Individualkäufe sind bei eMusic indes derzeit nicht möglich. Ein Abo kostet monatlich zwischen zehn und 20 Dollar, dafür bekommen die Kunden zwischen 40 und 90 Titel. Inklusive Steuern zahlt der amerikanische Indie-Fan also zum Teil 25 Cent pro Song. „Unsere Kunden kaufen allerdings überdurchschnittlich mehr als Durchschnittskonsumenten“, kommentiert eMusic-COO David Pakman das vergleichsweise niedrige Preisniveau. Damit sich Kunden im Katalog besser zurechtfinden, flankiert bei eMusic eine Redaktion den Shop. Sie soll im Zeitalter des Digitalhandels den musikbesessenen Verkaufsberater ersetzen. Rund 70.000 Abonnenten hat eMusic im Moment, ab Mittwoch soll diese Zahl deutlich steigen. Und sie muss: Seit die Investmentfirma Dimensional Associates eMusic im Oktober 2003 von Vivendi Universal übernommen hat, schreibt das Unternehmen rote Zahlen. Mit dem Neustart will die seit 1999 als Bezahlsite operierende Firma den Turnaround schaffen.

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