Recorded & Publishing

eMusic legt um 50 Prozent zu

Das neue Konzept des Downloadanbieters eMusic scheint aufzugehen. Seit seinem Relaunch vor über zwei Monaten hat der Independentshop über drei Millionen Songs verkauft.

Das neue Konzept des Downloadanbieters eMusic scheint aufzugehen. Seit seinem Relaunch vor über zwei Monaten hat der Independentshop über drei Millionen Songs verkauft. Am 22. September ging das Urgestein der kommerziellen Downloadbranche mit einer überarbeiteten Site neu in den Markt und seither 50 Prozent mehr Titel verkauft, als in der Zeit davor. Nach wechselnden Eigentümern in den letzten Jahren setzt eMusic.com nun auf ein Abo-Modell mit professioneller redaktioneller Begleitung. Mehr als 500.000 Titel bietet das Unternehmen in seiner Datenbank zum Kauf an.

Das Besondere daran: Sie stammen ausschließlich von Independentlabels; derzeit hat eMusic Verträge mit rund 4000 Firmen. Die Songs sind zudem im kopierschutz- und DRM-freien MP3-Format erhältlich und lassen sich auf allen gängigen Playern abspielen. Individualkäufe sind bei eMusic nicht möglich, ein Abo kostet monatlich zwischen zehn und 20 Dollar. Dafür bekommen die Kunden zwischen 40 und 90 Titel. Inklusive Steuern zahlen amerikanische Indie-Fans also zum Teil nur 25 Cent pro Song.

David Pakman, COO von eMusic und Geschäftsführer der Beteiligungsfirma Dimensional Associates/JDS Capital, hat eine plausibel scheinende Erklärung für den Erfolg: „Während alle anderen Anbieter sich darauf konzentrieren die immer gleichen 100 Tophits anzupreisen, versorgt eMusic den völlig vernachlässigten Markt von Fans, die Musik jenseits des Mainstreams suchen.“ Pakman berief sich dabei auf eine Marktuntersuchung, derzufolge 60 Prozent der Konsumenten von legalen Downloads älter als 30 Jahre sind. „Diese Zielgruppe ist in unserem Fadenkreuz.“

Mehr zum Thema eMusic will Indie-Fans mit günstigen Downloads ködern (20.09.04)