Recorded & Publishing

Emmanuel Legrand macht sich Gedanken über gute Songs

Haben die Briten verlernt, gute Songs zu schreiben? Das fragte ich mich, nachdem ich bei den Brit Awards 2012 am 21. Februar im O2 in London dabei war.

Hinterher war mir nicht ein einziger Song im Gedächtnis haften geblieben – ausgenommen der von Adele (aber zu ihr später). Coldplays Opener, „Charlie Brown“, war fader als ihre sonstigen Durchschnittssongs, und das will schon was heißen. Trotz des Bühnenfeuerwerks war er völlig unauffällig. Ed Sheerans Akustikstück „Lego House“ kam beim Publikum zwar bestens an, aber ein zweites „Blowin‘ In The Wind“ ist es wohl kaum. Und Florence? Wie schon Andy Gill in „The Independent“ sagte: Sie kam mit ihrer großen Maschine, hatte aber vergessen, einen Song mitzubringen. Und was war denn dieser Track von Noel Gallagher, der sich anhörte wie ein Demo aus der Zeit, bevor Oasis beim Creation-Label unter Vertrag standen? Kriegt er nichts Besseres hin? (Außerdem sah er aus, als würde er sich bei der Arbeit an irgendeinem Fließband glücklicher fühlen als auf der Bühne der Brit Awards.)

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