Nancy Berry, Vice Chairman der Virgin Music Group, verlässt das Unternehmen mit sofortiger Wirkung. Das gab der zum CEO von EMI Recorded Music ernannte Alain Levy am 23. Oktober bekannt, der auf diesem Posten den Noch-Ehemann Nancy Berrys, Ken Berry, ablöste. Die in Detroit geborene Nancy Berry arbeitete seit 1979 für Virgin und geriet kürzlich für den mit 80 Millionen Dollar dotierten Vertrag mit der Sängerin Mariah Carey . Ein Nachfolger ist bislang nicht benannt, die Leitung der Gruppe liegt weiter in den Händen der beiden Co-Chairmen Ray Cooper und Ashley Newton. Branchenkreise trifft diese Entwicklung nicht unerwartet: Im Rahmen von Umstrukturierungsplänen soll Levy unter anderem die Zusammenlegung paralleler Aktivitäten bei EMI Recorded Music und Virgin überdenken. Während der ausgeschiedene Ken Berry vor allem aufgrund seiner beruflichen Vergangenheit bei Virgin beiden Firmen ihre Autonomie ließ, erhielt Levy bereits Unterstützung für seine Pläne von Eric Nicoli, Chairman der EMI Group: „Alain Levy hat ein besonderes Interesse an den strategischen Entwicklungsmöglichkeiten und denkt scharfsinnig und strategisch. Das sind nicht unbedingt die Interessen von Ken Berry.“ Nicoli bestätigte erneut, dass EMI weiterhin beabsichtige, die Bereiche Herstellung und Distribution aus dem Konzern auszugliedern. Levy und sein neuer Vice-Chairman David Munn planen außerdem für den November Besuche aller EMI-Niederlassungen in den Schlüsselmärkten.
EMI/Virgin: Erste Veränderungen unter Levys Leitung
Nancy Berry, Vice Chairman der Virgin Music Group, verlässt das Unternehmen mit sofortiger Wirkung.





