Recorded & Publishing

EMI zieht sich aus Fusionspoker zurück

Die EMI Group glaubt offenbar nicht mehr daran, einen Partner finden zu können. Alain Lévy soll einen Kurswechsel angekündigt haben.

Die EMI Group glaubt offenbar nicht mehr daran, einen gleichberechtigten Partner finden zu können. Laut einem Bericht des „Handelsblatts“ soll Alain Lévy, Chairman & CEO von EMI Recorded Music, einen Kurswechsel angekündigt haben. Grund für diese strategische Entscheidung sei vor allem die Machtfrage: EMI wolle sich auf keinen Fall übernehmen lassen. An dieser Vorgabe sei neben dem Angebot der Investmentfirma Blackstone auch eine mögliche Fusion mit Sony Music gescheitert, wie das Blatt aus Insiderkreisen erfahren haben will. Anfang September hatte EMI zuletzt versucht, mit einem Gebot über rund 860 Mio. Euro für die Warner Music Group den Mitbewerber Bertelsmann im Fusionspoker auszustechen. Angesichts der fortlaufenden Fusionsverhandlungen zwischen BMG und WMG sei wohl erst nach einem Scheitern dieses Mergers mit einem erneuten Strategiewechsel im Hause EMI zu rechnen. Der nach dem Preisvorstoß Universals von mehr als 170 auf weniger als 140 Pence abgestürzte Kurs der EMI-Papiere lag zu Handelsbeginn am 10. September wieder bei 148 Pence. Ab 175 Pence pro Aktie gilt EMI nach Analystenmeinung als zu teuer für eine Übernahme.

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