Recorded & Publishing

EMI will Warner Music und bietet 1,5 Mrd. Dollar

Die EMI Group hat bestätigt, dass sie mit Time Warner über die Übernahme von Warner Music verhandelt. Das Gebot liegt angeblich bei 1,5 Mrd. Dollar.

Die EMI Group hat bestätigt, dass sie mit Time Warner über die Übernahme der Warner Music Group (WMG) verhandelt. Bereits Ende letzter Woche schienen sich die beiden Konzerne wieder näher zu kommen, nachdem die seit Monaten andauernden Verhandlungen mit Bertelsmann und BMG auf der Stelle traten. „Die Gespräche befinden sich noch in einer sehr frühen Phase und wir können nicht mit Sicherheit sagen, dass daraus letztlich ein für beide Seiten zufriedenstellendes Geschäft wird“, sagte ein EMI-Sprecher am Montag. Das Gebot der Briten liegt angeblich bei 1,5 Mrd. Dollar für den Geschäftsbereich Recorded Music; das Verlagsgeschäft Warner-Chappell bliebe also in New York. Unklar ist noch, ob Time Warner noch einen Anteil an der WMG behalten will. Dem Vernehmen nach wollte EMI im Frühjahr bei seinem letzten Gebot in Höhe von rund einer Mrd. Dollar den Amerikanern einen 25-prozentigen Anteil an der WMG hinterlassen. EMI und Warner unternahmen bereits vor rund drei Jahren einen Fusionsversuch, der aber letztlich am Einspruch der Kartellwächter scheiterte. EMI-Warner hätte einen weltweiten Marktanteil von rund 24 Prozent und wäre damit der zweitgrößte Major.

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