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EMI will mit Snocaps Hilfe P2P-Geld verdienen

Mit EMI Music hat nun auch der dritte Majorkonzern einer Zusammenarbeit mit Snocap, dem von Shawn Fanning gegründeten Clearinghaus für legale P2P-Anwendungen, zugestimmt. Mit Universal, Sony BMG und einer ganzen Reihe von Independentfirmen wurde sich Snocap bereits vorher handelseinig.

Mit EMI Music hat nun auch der dritte Majorkonzern einer Zusammenarbeit mit Snocap, dem von Shawn Fanning gegründeten Clearinghaus für legale P2P-Anwendungen, zugestimmt. Der Vertrag war erwartet worden, nachdem EMI-Chef Alain Lévy bereits im November 2004 erklärt hatte, man stehe kurz vor einer Einigung. Snocap wird EMI nun mit seiner Technologie zur Identifikation von Onlineinhalten und zur Verwaltung von Urheberrechten versorgen. Mithilfe dieser Clearingstelle sollen P2P-Systeme in legale Vertriebe umgewandelt werden.

Dabei soll es ein Zentralrechner für Metadaten und akustische Fingerabdrücke den Rechteinhabern ermöglichen, kooperierenden Filesharing-Netzen und auch anderen Anbietern wie Onlineshops oder Fanblogs die Lizenzen an urheberechtlich geschütztem Material zu erteilen. Daten, die in diesen Netzwerken angeboten werden, werden vor einer Übermittlung von einem Computer an einen anderen mit den Fingerabdrücken in der Snocap-Datenbank verglichen. Dabei sollen die von den Rechteinhabern vorher festgelegten Nutzungsbedingungen aktiviert werden.

„Das ist ein deutliches Signal an alle Kritiker, die behaupten, die Musikindustrie sei technologiefeindlich“, sagte David Munns, Chairman & CEO von EMI Music Nordamerika. „Das ist für Fans, Künstler und Rechteinhaber ein großer Schritt nach vorne.“ Die Plattenfirma will nun umgehend ihre Daten zur Registrierung an Snocap liefern, um beim Start des ersten Filesharingdienstes mit dem Snocap-Plug-in Inhalte anbieten zu können. Dies wird aller Voraussicht nach die P2P-Anwendung Mashboxx sein, die noch im Mai mit ihrer Testphase beginnen will.

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