Recorded & Publishing

EMI will Kaufangebote bis Mittwoch

Bis Mitte der Woche will die EMI Group verbindliche Angebote von ihren potenziellen Käufern haben. Chairman John Gildersleeve hofft dabei immer noch auf einen guten Preis.

Bis Mitte der Woche will die EMI Group verbindliche Angebote von ihren potenziellen Käufern haben. Bei der Investmentbank Greenhill & Co.’s sollen die Bieter bis zum 23. Mai ihre Offerten hinterlegen. An diesem Tag präsentiert das Unternehmen seine offizielle Jahresbilanz.

Chairman John Gildersleeve hofft bei dieser stillen Versteigerung immer noch auf einen guten Preis. Die Rede ist von 300 Pence pro Aktie. Die Handelswoche an der Londoner Börse beendete das EMI-Papier am 18. Mai mit einem Kurs von 248 Pence. Auch CEO Eric Nicoli ist in die Gespräche mit den Interessenten involviert, die Deutsche Bank und die Citigroup assistieren dabei. Doch dem Vernehmen nach halten Gildersleeve und die Greenhill-Bank das Heft in der Hand. Ob er indes mit seinen Preisvorstellungen bei den Private-Equity-Häusern landen kann, ist fraglich.

Insider gehen allgemein davon aus, dass Warner Music ein höheres Angebot als die Investmentbanker vorlegen müsste, um bei EMI zum Zug zu kommen. Nur so könnten sich die Verantwortlichen in London wohl davon überzeugen lassen, die möglichen Probleme bei einer kartellrechtlichen Untersuchung des Major-Mergers auf sich zu nehmen. Die Investmentbanken müssten bei ihrem EMI-Angebot dagegen keinen Risikoaufschlag einrechnen.

Es heißt außerdem, dass One Equity und Cerberus die EMI Group in ihrer jetzigen Form intakt halten wollen. Fortress hingegen will EMI Music Publishing angeblich zügig abspalten und verkaufen. EMI Recorded Music soll dann später Warner Music angeboten werden. Unklar ist, wie hoch die Warner Music Group im Übernahmepoker reizen wird.

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