Der Verhandlungspoker um die mögliche Fusion von EMI und der Warner Music Group geht in die nächste Runde: EMI hat ein Übernahmeangebot von Warner in Höhe von 2,5 Millarden Pfund – umgerechnet etwa 3,6 Millarden Euro – ausgeschlagen. EMI bezeichnete die Offerte als „inakzeptabel“. Dessen ungeachtet schloss die EMI-Aktie am 27. Juni 2006 relativ stabil mit 283,75 Pence.
Am 3. Mai dieses Jahres hatte Warner noch ein Angebot der EMI in Höhe von 2,3 Millarden Pfund, umgerechnet ca. 3,3 Milliarden Euro für eine Übernahme, abgelehnt. Seitdem arbeiteten beide Seiten intensiv an Folgeangeboten. Am 14. Juni erreichte die EMI ein unerwarteter Alternativvorschlag der Warner-Leitung, die das Aktienkapital der EMI für 315 Pence pro Aktie zu erwerben versuchte. Der EMI-Vorstand um den Vorsitzenden Eric Nicoli sagte ab und unterbreitete Warner am 23. Juni das Angebot, alle ausgegebenen Warner-Aktien für 31 Dollar, das sind 24,7 Euro, pro Stück zu erstehen.
Am Abend des 27. Juni wies Warner die Anfrage schließlich zurück und reichte umgehend den Gegenvorschlag ein, EMI für 320 Pence pro Aktie übernehmen zu wollen.






