Die abgesagte Major-Hochzeit zwischen der EMI Group und der Warner Music Group hat die Börsianer am 27. Juli vorübergehend verunsichert: Die EMI-Papiere, die zu Handelsschluss am 26. Juli noch 261 Pence wert waren, gingen mit einem Eröffnungsgebot von 255 Pence in den Handel und gaben zwischenzeitlich um rund sieben Prozent auf gut 244 Pence nach. Am Mittag lag das Minus aber nur noch bei 2,5 Prozent und am Nachmittag näherte es sich zunehmend einem Wert von 1,5 Prozent.
Auch in New York gab es Einbußen: Nach einem Vortagesschlusskurs von 25,21 Dollar ging die Warner-Aktie am 27. Juli mit 24,40 Dollar und einem Minus von 3,21 Prozent in den Handel. Im Laufe der ersten 45 Minuten gab das Papier um bis zu 9,8 Prozent oder 22,37 Dollar nach, dann allerdings stoppte der Sinkflug. Am Ende der ersten Handelsstunde rangierte das Papier um knapp sieben Prozent im Minus.
Die größere Wertberichtigung hatte allerdings bereits mit der Bekanntgabe des EU-Urteils zur Fusion von Sony BMG am 13. Juli eingesetzt: In den folgenden Stunden verloren beide Majors zusammen rund 1,2 Mrd. Dollar ihres Börsenwertes – damals brach der Kurs von EMI um mehr als neun und der von Warner um mehr als 17 Prozent ein. Noch kurz zuvor hatte die EMI-Aktie mit 314 Pence ihren höchsten Stand seit April 2002 erreicht; der Warner-Höchstwert lag im Zuge des Fusionspokers bei 31 Dollar.





