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EMI und Naxos legen Rechtsstreit bei

Der EMI-Konzern und seine Capitol-Repertoiredivision haben einen lange schwelenden Rechtsstreit um historische Aufnahmen mit Naxos of America außergerichtlich beendet.

Der EMI-Konzern und seine Capitol-Repertoiredivision haben einen lange schwelenden Rechtsstreit um historische Aufnahmen mit Naxos of America außergerichtlich beendet. Zwar erklären beide Seiten in einem gemeinsamen Pressestatement, die Details der freundschaftlichen Übereinkunft geheim halten zu wollen, doch quasi nebenbei heißt es auch, dass Naxos einige strittige Titel künftig nicht mehr anbieten wolle.

„Ich bin erleichtert, dass diese Angelegenheit nun freundschaftlich und in einer Weise beendet werden konnte, die dem Gedanken der Entscheidung des New Yorker Berufungsgerichts entspricht“, betont außerdem Richard Lyttelton, President EMI Classics & Jazz, der die Vereinbarung über den internationalen EMI-Presseverteiler verkünden ließ.

Im April 2005 hatte das Oberste Gericht in New York geurteilt, dass Aufnahmen einer Plattenfirma, die vor 1972 gemacht wurden, durch das Gewohnheitsrecht geschützt seien. Der Rechtsstreit betraf Klassikaufnahmen aus den dreißiger Jahren, die zuletzt Naxos of America neu in den Handel gebracht hatte. Ursprünglich hielt die Plattenfirma Gramaphone Co. Limited die Rechte an den Stücken, die jedoch nach der britischen Rechtsprechung nach 50 Jahren verfallen sind.

Capitol Records, derzeitiger Inhaber der Originalaufnahmen, reichte deshalb Klage gegen Naxos ein – und verlor in erster Instanz. Vor dem Obersten Gericht in New York hatte Capitol dann dagegen im Frühjahr 2005 Erfolg, Naxos wollte den Rechtsstreit anschließend auf Bundesebene weiterführen.

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