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EMI und Bertelsmann legen Napster-Streit bei

Nachdem Bertelsmann vor wenigen Tagen einen Zwischenerfolg im Napster-Prozess verbuchen konnte, hat sich nun ein weiterer Hauptkläger mit dem deutschen Konzern geeinigt. Die EMI Group ließ sich auf einen Vergleich ein und Bertelsmann bleibt ohne Schuldeingeständnis.

Das seit Jahren geisternde Gespenst Napster wird für die Bertelsmann AG langsam immer kleiner. Nachdem der deutsche Medienkonzern vor wenigen Tagen einen Zwischenerfolg im Napster-Prozess verbuchen konnte, hat sich nun ein weiterer Hauptkläger mit dem einstigen Napster-Investor geeinigt. Die EMI Group ließ sich auf einen Vergleich ein und Bertelsmann bleibt ohne Schuldeingeständnis.

Welche Konditionen zur außergerichtlichen Schlichtung des Streits geführt haben, machten EMI und Bertelsmann nicht publik. „Wir sind erfreut, dass wir eine Einigung mit Bertelsmann erzielen konnten“, erklärte EMI-CEO Eric Nicoli. „Wir können diese Angelegenheit nun hinter uns lassen und uns weiter auf die Entwicklung legaler Geschäftsmodelle für digitale Musik konzentrieren.“

Das seit Jahren laufende Verfahren gegen Bertelsmann ist damit allerdings noch immer nicht abgeschlossen. Eine Reihe von unabhängigen Labels und Musikverlagen pocht weiterhin auf Schadensersatz für die von Napster einst verursachten Urheberrechtsverletzungen, die Bertelsmann angeblich mit seinen Millionenkrediten zusätzlich verlängert hatte. Universal Music zog seine Klage im September 2006 nach einer Vergleichszahlung von 60 Millionen Dollar zurück.

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