Recorded & Publishing

EMI steigert Ergebnis trotz sinkender Umsätze

Die EMI Group konnte ihren operativen Gewinn in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäfsjahres um 83 Prozent steigern, obwohl der Konzern gleichzeitig ein Umsatzminus von fast zehn Prozent einfuhr. EMI-Chairman Eric Nicoli rechnet allerdings mit weiteren Einbußen im Tonträgergeschäft.

Die EMI Group konnte ihren operativen Gewinn in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäfsjahres um 83 Prozent auf 79 Millionen Pfund steigern, obwohl der Konzern gleichzeitig bei Umsätzen in Höhe von 961,5 Millionen Pfund ein Minus von fast zehn Prozent einfuhr. EMI Recorded Music verzeichnete bei Umsätzen von 759,3 Millionen Pfund ein Minus von 12,4 Prozent, gleichzeitig erzielte die Tonträgerabteilung allerdings einen operativen Gewinn von 28 Millionen Pfund – im Vorjahreszeitraum schlug hier noch ein Verlust von mehr als acht Millionen Pfund zu Buche. EMI-Chairman Eric Nicoli sieht darin erste Auswirkungen der Umstrukturierungsmaßnahmen im Tonträgerarm unter der Leitung von CEO Alain Lévy, rechnet aber weiterhin mit Umsatzeinbußen im weltweiten Tonträgergeschäft. Trotz der Erfolge mit Herbert Grönemeyer verlor EMI Recorded Music laut Nicoli in Europa Marktanteile, gleiches gilt für das Geschäft in den USA. In Großbritannien, Japan und Lateinamerika legte EMI dagegen zu. EMI Music Publishing steigerte die Umsätze um gut ein Prozent auf 202,2 Millionen Pfund. Der operative Gewinn des Verlagsarms blieb mit 51 Millionen Pfund um 200.000 Pfund unter dem des Vergleichszeitraums. Die Londoner Börse quittierte Nicolis Warnung vor weiteren Umsatzverlusten im weltweiten Tonträgergeschäft mit einem Abschlag von zehn Prozent: EMI-Aktien notierten kurz nach Beginn des Handels bei 165 Pence.