EMI erweitert im Rahmen einer bestehenden Kooperation mit dem Digitalvertriebsdienstleister OD2 sein Repertoire-Angebot. Online-Kunden könnten nun nicht nur aus einem größeren Katalog auswählen, auch das Brennen der Songs auf CD-Rs ist künftig möglich. Zudem dürfen die WMA-Files auf portable Abspielgeräte überspielt werden. „Viele Millionen von Downloads aus dem Internet in den letzten Jahren haben gezeigt, dass bei den Konsumenten ein riesiger Bedarf an digitaler Musikversorgung besteht“, kommentierte Udo Lange, President & CEO EMI Music Germany, die Pläne. „Unsere Initiative ist eine großartige Möglichkeit, diesen Bedarf zeitgemäß schnell, unkompliziert, sicher vor den Risiken des Internet und vor allem legal zu decken.“ Neben zahlreichen Katalogtiteln (unter anderem von den Beach Boys, David Bowie, Dean Martin, Frank Sinatra, Pink Floyd) wartet EMI mit viel zeitgenössischem Repertoire auf: Hits von Coldplay bis Blue und von Herbert Grönemeyer bis Robbie Williams werden digital zu kaufen sein. Sogar digitale Vorab-VÖs will man zulassen. Sobald ein EMI-Song im Radio zu hören ist, soll er auch als Download bei den digitalen Händlern zu haben sein. Zu diesen gehören in Deutschland media saturn e-business, Karstadt, WOM und Kontor. Außerdem verkaufen MTV Germany und Tiscali die Downloads. In Großbritannien sind die EMI-Titel bei HMV, Freeserve, Dotmusic (BT Openworld) und Bluyonder (Telewest Broadband) zu haben. In Frankreich verkaufen Alapage, Fnac und Wanadoo. Auch in Italien, Spanien und den Niederlanden gibt es entsprechende Angebote. EMI und OD2 erwarten in Kürze noch weitere Anbieter. In Deutschland soll auch dazu gehören. „EMI nutzt die Möglichkeiten des digitalen Zeitalters und eröffnet den Zugriff auf mehr Musik und mehr Künstler aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden“, sagte Emmanuel de Buretel, Chairman & CEO EMI Music Continental Europe, zur Download-Offensive. „Wir nutzen die neuen Technologien zum Vorteil sowohl unserer Künstler als auch unserer Konsumenten, indem wir das Musikangebot massiv ausweiten und den Online-Zugriff sicher und flexibel gestalten.“ Unter anderem Feder führend beim Vorantreiben der digitalen EMI-Pläne dürfte Jay Samit, Senior Vice President New Media, gewesen sein. Er war es, der in den letzten Jahren Lizenzabbkommen mit diversen Online-Firmen – vor allem in den USA – forciert hatte. Nun scheint es, als übernähmen die europäischen EMI-Filialen die Führungsrolle beim Digitalvertrieb.
“ (21.11.02)






