Recorded & Publishing

EMI spart bei Künstlern und Labels

Parallel zu den Einschnitten im Bereich Manufacturing will die EMI Group auch im Künstlerstamm Sparpotenzial erkannt haben. Im Zuge von Restrukturierungen bei den Label-Dependancen sollen 20 Prozent aller Artist-Deals aufgelöst werden. Auch die Vertriebe stehen unter Kostendruck.

Parallel zu den Einschnitten im Bereich Manufacturing will die EMI Group auch in ihrem Künstlerstamm Sparpotenzial erkannt haben. Im Zuge von Restrukturierungen bei den Labels sollen 20 Prozent aller Artist-Deals aufgelöst werden. Davon sollen vor allem Künstler aus Nischengenres betroffen sein und Acts, deren Verkaufszahlen unter den Erwartungen blieben. Der Schwerpunkt der Umbaumaßnahmen bei den Labels soll auf dem europäischen Kontinent lasten. In einer Reihe kleinerer Nationen soll sich künftig nur noch eine Dependance um die Vermarktung von Capitol- und Virgin-Acts kümmern. Während der Konzern als Beispiel für die Sparmaßnahmen die anstehende Verschmelzung der US-Labels Higher Octave, Narada, Sparrow und Forefront zu einer neuen Gruppe nennt, gibt es zunächst keine näheren Angaben zu den betroffenen Künstlern oder Standorten in Europa. Allerdings dürfte diese Ankündigung den Gerüchten um die künftige Positionierung EMIs hier zu Lande mit den derzeit noch drei Standorten Köln, Berlin und München neue Nahrung geben. Zudem soll nun angesichts der zunehmenden Konzentration der Handelslandschaft auch in den Vertrieben gespart werden: Laut Unternehmensangaben sollen die Sales-Kräfte neu aufgestellt werden, „um die Bedürfnisse der sich verändernden Kundenbasis am besten bedienen zu können“.

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