Recorded & Publishing

EMI schaltet DRM ab

EMI Music geht neue Wege im Downloadgeschäft und bietet als erster Major seinen gesamten digital verfügbaren Katalog ohne digitales Rechtemanagement zum Verkauf an. Als erster Partner ist iTunes mit an Bord.

EMI geht neue Wege im Downloadgeschäft und bietet als erster Major seinen gesamten digital verfügbaren Katalog ohne digitales Rechtemanagement zum Verkauf an. Als erster Partner ist iTunes mit an Bord. Ab sofort sollen iTunes-Kunden beim Kauf von EMI-Repertoire die Wahl haben zwischen sogenannten Premium-Downloads in einem höher aufgelösten AAC-Format und ohne DRM-Schranken und den bekannten 128-Kilobit-Songs mit FairPlay-Rechtemanagement.

Allerdings führt EMI mit den Premium-Downloads auch einen neuen Abgabepreis ein, so dass iTunes-Kunden künftig in Deutschland oder den USA statt 0,99 Cent jeweils 1,29 Euro oder 1,29 Dollar pro Einzeldownload ohne DRM zahlen müssen. Komplette Album-Downloads werden hingegen auch im neuen Format zum alten Preis ausgeliefert. Kunden können sich zudem zuvor heruntergeladene Alben aus dem EMI-Katalog übertragen lassen, dabei fallen allerdings pro Track Gebühren fast in Höhe des Differenzbetrags beim Einzelkauf an. Die altbekannten 128-Kilobit-Tracks mit DRM sollen parallel weiterhin zu den bekannten Preisen erhältlich sein.

Ab sofort, so erläuterte EMI-Chef Eric Nicoli, sollen auch alle anderen Downloadhändler auf das neue EMI-Angebot zugreifen können. Binnen weniger Wochen sollten demnach alle Plattformen in der Lage sein, ihren Kunden DRM-freie Downloads in den Formaten mp3, AAC oder WMA anzubieten. Daneben hält EMI aber auch an den bislang üblichen Formaten samt DRM fest.

EMI-Chef Eric Nicoli erwartet sich dank des neuen Angebots „einen Boost bei den Verkäufen digitaler Musik“. Und Apple-Chef Steve Jobs, der kürzlich die Diskussion ums digitale Rechtemanagement angeheizt hatte, assistierte: „Der Verkauf von Musik ohne DRM-Schranken ist für die Musikwirtschaft ein Schritt in die richtige Richtung.“

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