Fast acht Monate nachdem sich Sony BMG, Warner und Universal mit YouTube auf Lizenzen verständigt haben, hat nun auch die EMI Group grünes Licht für das Videosharingportal erteilt. YouTube-Nutzer können nun Musikvideos von Künstlern aus dem EMI-Künstlerstamm online zur Verfügung stellen und ansehen.
Zudem können Video- und Audioinhalte aus dem Rechtekatalog des britischen Majors in Clips integriert werden, die YouTube-User selbst erzeugen. Die Konditionen für die verspäteten Lizenzen bleiben indes unbekannt. So ist zum Beispiel unklar, ob sich EMI Anteile an YouTube gesichert hat. Universal, Warner und Sony BMG hatten im Zuge ihrer Lizenzfreigaben im Oktober 2006 Firmenanteile an YouTube erworben, bevor das Streamingportal für 1,65 Mrd. Dollar an Google verkauft wurde.
Warum EMI so lange mit der YouTube-Freigabe gezögert hat, sagte das Unternehmen nicht. Offenbar war man in London bislang nicht mit den Filtertechnologien zufrieden, die einen Upload von nichtlizenziertem Material verhindern sollen. Die Briten hatten in den letzten Monaten stattdessen Lizenzen an Plattformen wie AOL Europe, Gotuit Media, Yahoo! Music Europe oder BT Vision erteilt.





