Recorded & Publishing

EMI profitiert von neuen Erlösquellen

Die EMI Group verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr ein knappes Umsatzminus. Auch die Ebita-Erträge gaben nach. Allerdings fingen Einnahmen aus den Bereichen DVD, Downloads und Klingeltöne Einbußen anderer Segmente teils auf. Laut Chairman Eric Nicoli sei die Krise im Musikgeschäft überwunden.

Die EMI Group verzeichnete im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr bei Umsätzen in Höhe von mehr als 2,1 Mrd. Pfund oder umgerechnet rund 3,14 Mrd. Euro ein Minus von 2,5 Prozent zum Vorjahr. Währungsbereinigt blieb ein Umsatzminus von 1,4 Prozent. Auch die Ebita-Erträge gaben mit 249,3 Mio. Pfund oder 372,5 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent nach, währungsbereinigt um 0,8 Prozent. Nach Steuern verbucht der Konzern einen Nettoverlust in Höhe von 71,6 Mio. Pfund, im vergangenen Jahr schrieb EMI hier mit 234 Mio. Pfund noch schwarze Zahlen.

Während der Bereich Recorded Music bei Umsätzen von 1,7 Mrd. Pfund ein Minus von zwei Prozent und bei einem um 1,9 Prozent geringeren Ebita von 147,4 Mio. Pfund zumindest seinen weltweiten Marktanteil von 12,7 auf nunmehr 13,2 Prozent steigern konnte, legte das Verlagsgeschäft nach Umsätzen um 1,1 Prozent auf 397,9 Mio. Pfund und nach Ebita-Erträgen um 0,7 Prozent auf 101,9 Mio. Pfund zu. Hier konnten laut Konzernangaben vor allem die Einnahmen aus dem Bereich Synchronisation die Einbußen aus dem mechanischen Bereich ausgleichen. „Der legale Digitalvertrieb – also Downloads und Ringtones – hat sich im vergangenen Jahr zu einem bedeutenden Umsatzträger entwickelt“, bestätigte denn auch EMI-Chairman Eric Nicoli. „Auf Konzernebene erzielten wir mit digital vertriebener Musik aller Art Umsätze von 15 Mio. Pfund.“ Die monatlichen Wachstumsraten in diesem Segment zeigten beständig nach oben. Für das Jahr 2004 rechnet Nicoli vor allem aufgrund der anziehenden Verkäufe in den USA mit einem Ende der Krise im Musikgeschäft.