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EMI offenbar in Übernahmegesprächen

Die britische EMI Group kommt nicht aus den Schlagzeilen: Nun sollen die Investmentbanker KKR und Goldman Sachs mit Konzernchef Eric Nicoli über einen Milliarden-Buyout verhandeln. An der Börse sorgt das für einen Kurssprung der EMI-Aktien.

Die britische EMI Group kommt nicht aus den Schlagzeilen: Nun sollen die Investmentbanker Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) und Goldman Sachs mit Konzernchef Eric Nicoli über einen Buyout im Wert von mindestens 2,5 Milliarden Pfund oder umgerechnet rund 3,7 Milliarden Euro verhandeln. Das will zumindest die Londoner „Financial Times“ aus den üblichen informierten Kreisen erfahren haben. Erst kürzlich soll allerdings die private Beteiligungsfirma Istithmar aus den Vereinigten Arabischen Emiraten den EMI-Anteilseignern zusammengerechnet rund 2,9 Milliarden Pfund oder mehr als 4,3 Milliarden Euro geboten haben.

Bei EMI selbst weist man die aktuellen Spekulationen wie gewohnt zurück: Man kommentiere solche Gerüchte nicht, sagte Konzersprecherin Amanda Conroy im Gespräch mit Bloomberg. Und auch Goldman Sachs wollte der Agentur keine genaueren Auskünfte geben.

Die EMI-Aktien reagierten auf die erneuten Spekulationen an der Londoner Börse mit einem Kurssprung: Am Morgen des 28. November legten die am Vortag mit 262,25 Pence aus dem Handel gegangenen Papiere zwischenzeitlich um fast acht Prozent auf 283 Pence zu – der höchste Stand seit Ende Juni 2006.

Nach dem wiederholt gescheiterten Zusammenschluss von EMI und Warner Music kam es Anfang November zu ersten Spekulationen um einen Buyout bei den Briten: Demnach will das Management des Majors EMI mithilfe von Investoren übernehmen, von der Börse nehmen, das Unternehmen damit den Unwägbarkeiten des Aktienmarkts entziehen und als reprivatisierte Firma wieder auf Wachstumskurs bringen.

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