Die britische EMI Group will offenbar noch in dieser Woche die Übernahmeangebote dreier Finanzinvestoren prüfen. Demnach werden Cerberus und Fortress sowie die JPMorgan-Tochter One Equity zu Präsentationen in London erwartet. Alle hätten zuvor zehn Tage lang Einblick in die Bücher EMIs erhalten, heißt es laut Medienberichten.
Ein EMI-Insider rechnet nun mit einer schnellen Entscheidung, egal wie diese ausfällt: „Das geht kurz und schmerzlos“, sagte der namentlich nicht genannte Manager der „Times“. EMI werde die Angebote prüfen und mit den Chancen abgleichen, die das Musikgeschäft dem eigenständigen Unternehmen biete.
Ob das Unternehmen dann in Verhandlungen mit einem der Kandidaten eintritt, könnte rund um den 23. Mai öffentlich werden; an diesem Tag will EMI seine vorläufige Bilanz für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen.
Offenbar rechnet man bei EMI derzeit mit Angeboten, die zumindest in der Nähe von 300 Pence pro Aktie liegen – das EMI-Management hatte zuletzt Anfang März ein Übernahmeangebot der Warner Music Group in Höhe von umgerechnet 3,06 Milliarden Euro – oder 260 Pence pro Aktie – als zu niedrig abgelehnt.





