Der US-Markt steckt zum Jahresbeginn ordentlich in der Krise, doch auch im insgesamt schrumpfenden Tonträgergeschäft gibt es Gewinner. Vor allem Blue Note und Columbia können sich – zumindest nach den ersten zwei Monaten – in der Absatzflaute behaupten.
Die Sony-BMG-Repertoiredivision konnte im Jahresvergleich ihren Marktanteil bei Neuveröffentlichungen um 2,6 Prozentpunkte auf nun 8,2 Prozent steigern. Grund für die gute Stellung im Branchenvergleich sind vor allem die sich relativ gut verkaufenden Alben von Acts wie Daughtry, Justin Timberlake, Beyoncé, John Mayer und der „Dreamgirls“-Soundtrack. Und die inzwischen fast eine Million verkauften Exemplare von Norah Jones „Not Too Late“ bescheren Blue Note aktuell einen Marktanteil von 3,2 Prozent – vor einem Jahr waren es 0,7 Prozent.
Das hilft auch der Stellung von EMI Music am weltweit wichtigsten Tonträgermarkt. Derzeit kommt der britische Major auf 10,9 Prozent des Gesamtkuchens. Das ist zwar wesentlich mehr, als EMI in den letzten Monaten erreichen konnte, aber immer noch deutlich weniger als bei der Konkurrenz. Universal Music verteidigt seine Marktführerschaft mit derzeit 30,7 Prozent, gefolgt von Sony BMG mit 24,2 Prozent und Warner Music mit 14,2 Prozent.
Bedenklich ist indes, dass keiner der Bestseller des noch jungen Jahres die Platingrenze von einer Million verkauften CDs erreichen konnte. Norah Jones steht zwar kurz davor, doch schon ab Nummer zwei – gemessen an den Verkäufen seit Jahresanfang – brechen die Zahlen ein: „Daughtry“ kommt gerade einmal auf knapp 600.000 Einheiten und Fall Out Boy (Rang vier) wartet noch auf eine halbe Million Verkäufe für „Infinity On High“. Insgesamt fehlen der US-Branche beim Tonträgerabsatz im Vergleich zum Jahresbeginn 2006 rund 16 Prozent.





