Recorded & Publishing

EMI lizenziert Katalog an Mashboxx

Die Eröffnung des legalen P2P-Angebots von Mashboxx lässt weiter auf sich warten, mit EMI Music erteilte nun aber immerhin nach Sony BMG ein zweiter Major dem Unternehmen die Zusage zur Verwertung seines Katalogs.

Die Eröffnung des legalen P2P-Angebots von Mashboxx lässt weiter auf sich warten, mit EMI Music erteilte nun aber immerhin nach Sony BMG ein zweiter Major dem Unternehmen die Zusage zur Verwertung seines Katalogs. Zunächst erhält Mashboxx die Lizenz für alle digitalisierten Titel des US-Katalogs aus dem Hause EMI, internationale Titel sollen Mashboxx zur Verfügung gestellt werden, sobald der Dienst seinen Betrieb in den betreffenden Territorien aufnimmt.

Anfang 2006 hatte Mashboxx-Chef Wayne Rosso den bereits zuvor erwarteten Beta-Test des Diensts auf unbestimmte Zeit verschoben, und auch das Statement EMIs bleibt bezüglich Terminen eher vage: Der komplette EMI-Katalog soll zur Eröffnung von Mashboxx in den USA verfügbar sein, die Mashboxx-Software würde Testern „bald“ zur Verfügung gestellt, heißt es.

EMI-Amerikachef David Munns verspricht sich offenbar viel vom P2P-Geschäft: Wenn legale P2P-Angebote von den Konsumenten angenommen werden und den Kreativen zugleich eine angemessene Vergütung gewährten, so sei das „gut für den Musikfan, gut für den Künstler und gut für das gesamte digitale Musikgeschäft“, sagte er. Mashboxx-Macher Rosso lobte Munns und sein Team im Gegenzug für ihre vorwärtsgerichtete Haltung im digitalen Geschäft.

Bereits vor gut einem Jahr hatte EMI ein Abkommen über digitale Fingerabdrücke und Metadaten mit Shawn Fannings Snocap geschlossen, dessen digitale Clearingstelle Angebote wie das von Mashboxx möglich macht.

Interessantes Detail: Nur einen Tag nach dem Ausstieg aus der Fusionspoker mit Warner Music bezeichnet sich EMI in seiner Pressemitteilung zum Thema Mashboxx schon wieder selbstbewusst als „weltweit größtes unabhängiges Musikunternehmen“.

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