Recorded & Publishing

EMI legt zu

Die britische EMI Group erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März ein Umsatzplus von 3,9 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern und das Ebitda wuchs gar im zweistelligen Prozentbereich, das Digitalgeschäft verdoppelte sich.

Die britische EMI Group erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März ein Umsatzplus von 3,9 Prozent: Die konzernweiten Einnahmen wuchsen von zwei Mrd. Pfund auf nunmehr fast 2,08 Mrd. Pfund oder umgerechnet 3,05 Mrd. Euro. Bereinigt um Währungseffekte lag das Umsatzplus bei 2,1 Prozent. Der Konzern bestätigte somit sein bereits Mitte April vorgelegtes Trading Update.

Beim Ergebnis legte die EMI Group im zweistelligen Prozentbereich zu: Das Ebitda wuchs um 10,2 Prozent auf 275,8 Mio. Pfund, das Ebita um 11,3 Prozent auf 250,5 Mio. Pfund und das bei EMI als PBT geführte Ergebnis vor Steuern vor Sondereinflüssen und Abschreibungen um 12,9 Prozent auf 159,3 Mio. Euro. Die operative Marge stieg von 11,2 auf zwölf Prozent.

EMI Music habe weltweit besser abgeschnitten als das gesamte Musikgeschäft und seine Marktanteile in den meisten Territorien inklusive der USA steigern können, betonte EMI-Chairman Eric Nicoli. Der Bereich Recorded Music habe seine Umsätze währungsbereinigt um 1,9 Prozent gesteigert und im Digitalgeschäft um 169 Prozent zugelegt. Allein auf dem europäischen Kontinent habe das digitale Umsatzplus bei 245 Prozent gelegen. Während das Tonträgergeschäft etwa in Frankreich, Spanien und Italien sich im Vergleich zum Vorjahr erholt habe, bleibt der deutsche Markt für den EMI-Chef „eine Herausforderung“.

„EMI Music Publishing hatte erneut ein starkes Jahr mit Zuwächsen bei Umsätzen und Profit“, sagte Nicoli. Die Umsätze wuchsen um 2,6 Prozent auf 419,6 Mio. Pfund, die Zuwächse im Digitalgeschäft lagen bei 46 Prozent. Erstmals seit vier Jahren stiegen Einnahmen des EMI-Verlagsarms aus mechanischen Rechten.

Bei seinem Ausblick auf die künftige EMI-Entwicklung hielt sich Nicoli zurück: Es sei derzeit noch unmöglich vorherzusagen, wie sich der Markt entwickele. Bis 2010 rechnet er aber weiterhin mit einem digitalen Umsatzanteil von 25 Prozent.

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