Bei der EMI Group übernimmt Jean-Francois Cecillon den Posten des Chairman & CEO bei EMI Recorded Music Continental Europe. Er löst damit Emmanuel de Buretel ab, der das Unternehmen bereits verlassen hat. Der 45 Jahre alte Cecillon, der künftig an Alain Levy berichtet, blickt auf rund 20 Jahre in der Musikbranche zurück. In den 90er-Jahren etwa nahm er als damaliger Chef von EMI UK Robbie Williams unter Vertrag, verließ das Unternehmen aber im Mai 1998. Danach war Cecillon von 1998 bis 2001 für Sega tätig, fungierte anschließend als Berater und leitete zuletzt das 46664-Projekt der Nelson-Mandela-Stiftung als Director & Producer.
Levy bezeichnete de Buretel als talentierten und kreativen Manager, der in seiner Zeit bei Virgin und EMI einen enormen Beitrag zur Entwicklung der Künstler des Unternehmens geleistet habe. „Nun treten wir aber im europäischen Geschäft in eine Entwicklungsphase ein, die von den schweren Einbußen durch die Piraterie und den Veränderungen durch neue Technologien und Kundenbedürfnisse gekennzeichnet ist. Wir müssen unsere operative Performance maximieren, und Cecillions Erfahrung wird uns bei dieser Entwicklung helfen.“ Auch Cecillon selbst zeigte sich erfreut, wieder bei EMI andocken zu können. Angesichts der erst heute angekündigten Sparmaßnahmen dürfte der Abschied des langjährigen Virgin- und Labels-Machers de Buretel die Gerüchteküche um die künftige Aufstellung des Musikkonzerns in Europa weiter anheizen. Gerüchteweise war zudem zu hören, dass es im Team von de Buretel auch zu personellen Veränderungen in den Bereichen Vertrieb und Finanzen gekommen sei.






