Der Vorstand der britischen EMI Group hat sich angesichts des aktuellen EU-Urteils zu Sony BMG und der ablehnenden Haltung der amerikanischen Warner Music Group zu den Offerten von EMI entschlossen, seine Pläne zum Kauf des amerikanischen Majors aufzugeben. Das bestätigte der Konzern am Morgen des 27. Juli.
Allerdings halten sich die Briten für die Zukunft noch eine Tür offen: Der Vorstand werde seine Haltung weiterhin überdenken und an künftige Entwicklungen anpassen, heißt es aus London. Konzernchef Eric Nicoli will den Fokus des Unternehmens nun aber zunächst wieder auf die Weiterentwicklung des Tonträgergeschäfts und der Musikverlagssparte richten. EMI blicke weiterhin zuversichtlich auf die Entwicklung des Musikgeschäfts und sehe glänzende Perspektiven im digitalen Markt.
Seit dem 1. Mai hatte EMI zwei Anläufe genommen, Warner zu übernehmen. Das letzte Angebot vom 23. Juni in Höhe von 31 Dollar pro Warner-Aktie bezeichnete EMI erneut als angemessen. Dennoch habe Warner die Offerte zurückgewiesen.






