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EMI gibt Permira einen Korb

Nach zweiwöchiger Prüfung wies die EMI Group nun ein Übernahmeangebot – vermutlich von Permira – zurück. Gründe führten die Briten nicht an, allerdings tauchten beinahe parallel Gerüchte auf, dass bereits ein neuer Interessent aus dem Kreis der Warner-Investoren im Rennen um EMI sei.

Nach zweiwöchiger Prüfung wies die britische EMI Group am 14. Dezember ein Übernahmeangebot zurück. Die Beratungen mit dem Interessenten – EMI selbst nennt keinen Namen, doch zuletzt galten die Investoren von Permira als Kandidat für den Kauf des Unternehmens – seien eingestellt worden. Die Offerte habe dem wirklichen Wert der Firma nicht entsprochen. Weitere Gründe führen die Briten nicht an, allerdings tauchten beinahe parallel Gerüchte auf, dass bereits ein neuer Interessent aus dem Kreis der Warner-Investoren im Rennen um EMI sei.

Eine der Privatbanken, die an der Warner Music Group beteiligt ist, soll in London ein Konkurrenzangebot zur ersten Offerte hinterlegt haben. Dies berichtet das Magazin „The Business“. Die Gespräche befänden sich noch im Anfangsstadium, hieß es. Welche der drei Investmentbanken – Thomas H. Lee Partners, Bain Capital oder Providence Equity – an das EMI-Management herangetreten ist, ist nicht bekannt.

Die Warner-Führung selbst soll mit den Verhandlungen nichts zu tun haben. Den Investoren gehe es bei den Plänen darum, einen Zuschlag für Permira zu verhindern, weil dadurch eine Fusion zwischen Warner und EMI auf längere Zeit nicht möglich sei. Vielmehr versuche man, beide Majors in die Hände der gleichen Privatbanken zu bringen, um aus dieser Position heraus eine Verschmelzung der beiden Unternehmen zu versuchen. Die kartellrechtlichen Hindernisse für diesen Zusammenschluss seien bei Weitem nicht so unüberwindbar, wie noch im Sommer angenommen. Mehr zum Thema