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EMI gibt grünes Licht für Playlouder MSP

Der britische P2P-Dienst Playlouder MSP will im April seinen Beta-Betrieb beginnen. Rechtzeitig vorher hat EMI Music die Rechte für sein Repertoire freigegeben.

Der britische P2P-Dienst Playlouder MSP will im April nach langer Planungsphase seinen Beta-Betrieb beginnen. Rechtzeitig vorher hat EMI Music UK die Rechte für sein Repertoire freigegeben.

Playlouder versteht sich als Music Service Provider und kombiniert die Leistungen eines Internetanbieters mit denen eines geschlossenen P2P-Netzes. Kunden erhalten neben einem breitbandigen Onlinezugang auch das Recht, Musikdateien innerhalb des Playlouder-Netzes zu tauschen. Die Kosten für die Musik werden dabei durch einen monatlichen Fixbetrag beglichen. Die Songfiles werden mit einem eigens entwickelten DRM-System versehen sein, das die Nutzung nachverfolgen kann.

Neben EMI haben auch die Mitgliedslabels des britischen Indieverbands AIM, Sony BMG sowie die US-Firmen Nettwerk und Epitaph Lizenzen für den Dienst erteilt. Mit der Verwertungsgesellschaft MCPS-PRS Alliance hat Playlouder auch ein Abkommen, das die Ausschüttung der Tantiemen an die Urheber gewährleisten soll.

Der Regelbetrieb von Playlouder MSP ist für Mitte des Jahres geplant, doch angesichts der Startprobleme in den letzten Jahren ist diese Ankündigung mit Vorsicht zu genießen. Bereits für das Frühjahr 2004 hatte Gründer Paul Hitchman einen ersten Starttermin anberaumt. Unklar ist derzeit auch, welche Tarife Playlouder von seinen Kunden verlangen wird. Ende 2005 war von 27 Pfund (knapp 40 Euro) pro Monat die Rede.

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