Recorded & Publishing

EMI erneut mit Forderungen der Beatles konfrontiert

Neben dem Rechtsstreit, den die Beatles gegen EMI in Großbritannien führen, kommt es nun wohl auch in New York zum Prozess. Capitol Records und EMI sollen den Bandmitgliedern bzw. deren Erben Tantiemen unterschlagen haben.

Neben dem Rechtsstreit, den die Beatles gegen EMI in Großbritannien führen, kommt es nun wohl auch in New York zum Prozess. Capitol Records und EMI sollen den Bandmitgliedern bzw. deren Erben Tantiemen unterschlagen haben.

Richard „Ringo Starr“ Starkey, Paul McCartney, Yoko Ono Lennon, das George Harrison Estate sowie die Beatles-Firmen Apple Corps., Apple Records und MPL Communications behaupten, die EMI Group und ihre US-Niederlassung Capitol hätten fällige Tantiemen nicht in ihren Büchern ausgewiesen und fordern nun mindestens 25 Mio. Dollar. Aktuell geht es u.a. um Lizenzen aus der Vermarktung von Beatles-Musik über Musikvideos und Club-Geschäfte. Die Kläger werfen der Plattenfirma Betrug, Vertragsbruch und Verletzung der Treuhänderpflicht vor.

Der Streit zwischen den Beatles und EMI ist beinahe 30 Jahre alt und wurde wiederholt vor verschiedenen Gerichten in Großbritannien und USA ausgetragen. Bei zwei außergerichtlichen Einigungen – einmal 1989 und ein weiteres Mal 1995 – erstritt sich die Band nach jahrelangen Prozessen Millionensummen und eine nachträglich erhöhte Tantiemenrate. Nach erneuter Buchprüfung sollen in der Folge jedoch weitere Missstände bei den Abrechnungen aufgetaucht sein.

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