Eine möglicherweise unbedachte Äußerung von Coldplay-Sänger Chris Martin bei den Brit Awards sorgte bei EMI-Aktionären kurz für Nervosität. Erst als die Plattenfirma das Gerücht über eine Trennung der Band dementierte, kehrte wieder Ruhe ein.
Nachdem die Band am Abend des 15. Februar im Earls Court ihren zweiten Preis entgegengenommen hatte, bedankte sich Martin beim Publikum mit den Worten: „Danke, das war’s. Wir werden euch jetzt ziemlich lange nicht mehr sehen.“ Es werde wohl „ein paar Jahre“ dauern, bis man die Band wieder auf einer derartigen Veranstaltung zu Gesicht bekommen wird. „Die Leute haben die Nase voll von uns – und wir von uns auch.“ Bei EMI, wo allein die Verzögerung des VÖ-Termins des nun geehrten Albums „X & Y“ vor einem Jahr für eine Gewinnwarnung und für einen Absturz des Börsenkurses gesorgt hatte, war man sofort um Korrektur bemüht.
Ein Sprecher ließ die Medien – und die Anleger – wissen: „Coldplay trennen sich definitiv nicht. Die Band ist noch bis Juli auf Tournee und danach werden sie an neuem Material arbeiten.“ Trotzdem: Der Kurs der EMI-Aktie gab am 16. Februar um 1,4 Prozent nach und schloss bei 249,5 Pence. Chris Martin wird’s wenig kümmern, schließlich gab er ja zu, dass er Shareholder für das „größte Übel der modernen Welt“ hält.






