Recorded & Publishing

EMI baut 1500 Jobs ab

Die EMI Group will sich aus Kostengründen von 1500 Mitarbeitern trennen und aus der Fertigung aussteigen. Allein 900 Posten will der Konzern so im Bereich Manufacturing einsparen. Das Geschäftsjahr 2003 schlossen die Briten etwa auf Vorjahresniveau ab.

Die EMI Group will sich aus Kostengründen von 1500 Mitarbeitern trennen. Mit diesem Schritt will EMI-Chairman Eric Nicoli das Unternehmen auf den Umbruch vom physischen zum digitalen Geschäft vorbereiten. Dazu sollen allein 900 Posten im Bereich Manufacturing eingespart werden: Die Produktionsstätten in Uden in den Niederlanden und in den USA will EMI abgeben. Für das Werk in Uden steht mit dem Unternehmen MediaMotion, einem Mitglied der ECF-Gruppe, bereits ein Interessent bereit. Parallel dazu schlossen die Briten bereits mit MediaMotion und Cinram Abkommen über die künftige Fertigung von EMI-Produkten. Das Sparpotenzial beziffert EMI mit rund 50 Mio. Pfund pro Jahr. Allerdings stehen dem zunächst einmalige Aufwendungen in Höhe von rund 75 Mio. Pfund entgegen.

Das Geschäftsjahr 2003 schlossen die Briten laut Nicoli nach Umsätzen etwa auf Vorjahresniveau ab. Dabei habe das Unternehmen besser abgeschnitten als der Gesamtmarkt: „Im Bereich EMI Recorded Music haben wir bei Verkaufszahlen knapp unter dem Vorjahresniveau Marktanteile hinzugewonnen“, sagte Nicoli. Bei der Erschließung neuer Einnahmequellen sei man auf dem besten Weg, und auch das Verlagsgeschäft hätte erneut ein solides Geschäftsjahr hingelegt.

Mehr zum Thema