Recorded & Publishing

EMI: 6,7 Prozent Umsatzminus im ersten Halbjahr

Wie von Analysten bereits erwartet, muss die EMI Group für das erste Geschäftshalbjahr 2001, das am 30. September endete, deutliche Ergebniseinbrüche verzeichnen.

Wie , muss die EMI Group für das erste Geschäftshalbjahr 2001, das am 30. September endete, deutliche Ergebniseinbrüche verzeichnen. Der Gesamtumsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,7 Prozent beziehungsweise 77,1 Millionen Pfund auf 1,067 Milliarden Pfund. Das EBITDA beträgt 69 Millionen Pfund, nachdem vor einem Jahr noch ein Betrag von 139,2 Millionen Pfund erreicht wurde. Der operative Gewinn sank dabei von 110,9 auf 43,1 Millionen Pfund. Beim EBIT ergibt sich ein Verlust von zwei Millionen Pfund. Vergangenes Jahr verbuchte das Unternehmen hier noch einen Gewinn von 59,1 Millionen Pfund. Gravierend fallen die Zahlen bei EMI Recorded Music aus. Der Umsatz sank um 8,9 Prozent auf 867 Millionen Pfund, was zu einem operativen Verlust von 8,1 Millionen Pfund führt. Im vorigen Geschäftsjahr erwirtschaftete EMI Recorded Music einen operativen Gewinn in Höhe von 59,9 Millionen Pfund. Dagegen stieg der Umsatz von EMI Music Publishing um vier Prozent auf 200 Millionen Pfund. Dies ergibt einen konstanten operativen Gewinn von 51,2 Millionen Pfund. Das Unternehmen begründet die Zahlen mit „schwierigen und unvorhersehbaren“ Marktentwicklungen, die weiter andauerten. Das um CEO Alain Levy plant deshalb eine „substanzielle Reorganisation“ des Konzerns, um den Marktauftritt zu verbessern und Kosten zu reduzieren. Was die Zukunft der eigenen Herstellung und Distribution betrifft, erwartet das Unternehmen nach eigenen Angaben eine Entscheidung für Anfang 2002. Unterdessen verlautete aus Insiderkreisen, dass sich EMI in den USA von 50 bis 60 Mitarbeitern trennen wird. Die Entlassungen sollen je zur Hälfte Angestellte des Labels Capitol/Priority beziehungsweise Virgin mit den Büros in New York und Los Angeles betreffen.

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