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eDonkey verteidigt P2P-Vormachtstellung

Während in Australien bald der KaZaA-Prozess wieder aufgenommen wird, entwickelt sich die Tauschbörse selbst zu einem Auslaufmodell. Die Nutzer laufen KaZaA davon und scheinen sich mehr und mehr bei eDonkey heimisch zu fühlen.

Während in Australien bald der Prozess gegen den KaZaA-Vertrieb Sharman wieder aufgenommen wird, entwickelt sich die Tauschbörse selbst immer mehr zu einem Auslaufmodell. Die Nutzer laufen KaZaA und dem FastTrack-Netzwerk in Scharen davon und scheinen sich mehr und mehr bei eDonkey heimisch zu fühlen. Nach neuesten Zahlen der Netzmarktforscher von BayTSP konnte KaZaA/FastTrack im Dezember nur noch einen Tagesschnitt von 2,27 Mio. Nutzern aufweisen. Ein Jahr davor lag der Dezemberdurchschnitt noch bei rund drei Mio. Nutzern. Das eDonkey-System hingegen lag zuletzt bei durchschnittlich 2,81 Mio. Usern. Im Dezember 2003 waren es noch weniger als zwei Mio.

Gleichzeitig lässt sich laut BayTSP feststellen, dass die Zahl der in KaZaA/FastTrack verfügbaren Dateien im Verhältnis zur Nutzerzahl enorm gestiegen ist. Ende 2004 hatte jeder KaZaA-User statistisch gesehen dem Netzwerk knapp 500 Songfiles zur Verfügung gestellt. In der ersten Jahreshälfte waren es erst rund 200 Songs. Hauptursache für diesen Anstieg dürfte die zunehmende Spoofing-Tätigkeit von Firmen wie Overpeer sein, die mit dem Einschleusen von fehlerhaften Dateien die P2P-Erfahrung den Nutzern verderben wollen.

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