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edel schafft Ertragssprung

Die edel music AG schloss das Geschäftsjahr 2003 mit einem verbesserten Konzernjahresergebnis, einem verbesserten EBIT und einem positiven EBITDA ab. edel-Chef Michael Haentjes sieht „die Zeit der Independents“ gekommen.

Die edel music AG schloss das Geschäftsjahr 2002/2003 bis Ende September mit einem verbesserten Konzernjahresergebnis ab. Während die Umsätze laut Firmenangaben von 160,7 Mio. Euro im Jahr 2002 auf 138,1 Mio. Euro im abgelaufenen Jahr sanken, konnte edel beim EBITDA von minus 1,2 Mio. Euro auf nunmehr 7,4 Mio. Euro zulegen. Beim Konzernjahresergebnis verbesserte edel seine Bilanz von minus 15,8 Mio. Euro im Vorjahr auf nun noch minus 1,6 Mio. Euro. Auch das EBIT lag mit minus einer Mio. Euro deutlich über dem Vorjahres-EBIT von minus 10,9 Mio. Euro. Schließlich erzielte edel einen positiven operativen Cashflow von 2,5 Mio. Euro, im Vorjahr rangierte edel noch mit 20,7 Mio. Euro im Minus. Der edel-Vorstand führt die Ergebnissteigerung vor allem auf die Stärken des Unternehmens im Dienstleistungssektor und auf Verbesserungen im Repertoirebereich zurück.

„Dieser erneute Ergebnissprung ist das Resultat unserer strategischen Neuausrichtung“, meinte edel-CFO & COO Michael Baur. Die edel-Gruppe sei jetzt so aufgestellt, dass sie „auch in diesem schwierigen Markt erfolgreich“ sein könne. Dies beruhe auf der Optimierung der Kostenstrukturen, „viel entscheidender für die Zukunft ist allerdings, dass wir die Erneuerung unseres Geschäftsmodells konsequent vorangetrieben haben“. edel-CEO Michael Haentjes ergänzte: „Es ist die Zeit der Independents, das zeigen unsere Ergebnisse.“ Die Krise der Musikwirtschaft sei „vor allem eine Krise der Majors, die sich zur Zeit mehr mit sich selbst beschäftigen als mit den Erneuerungen, die diese Branche so dringend benötigt“.

Im laufenden Jahr will edel vor allem den Dienstleistungsbereich ausbauen, der laut Baur bereits etwa 50 Prozent aller Konzernumsätze ausmacht. Der kostenintensive Aufbau von Newcomern zähle dagegen „nicht mehr zu den Kernaktivitäten des Unternehmens“. Weitere Schwerpunkte liegen im laufenden Jahr auf den Geschäftsfeldern Kinderrepertoire, Dance und den so genannten Ear-Books. Mehr zum Thema