“Wir mussten zwar erst einmal durch ein tiefes Tal gehen, aber die Entwicklung von Produkten braucht nun mal ihre Zeit“, sagt Markus Bruns im Gespräch mit musikwoche: „Jetzt aber kommt der Erfolg.“ eastwest ist derzeit mit elf Singles in den deutschen Charts vertreten, neun kommen aus dem Domestic-Bereich. Maßgeblich dazu beigetragen hat auch das Label Superstar Recordings, das im Februar dieses Jahres von Universal zu eastwest wechselte – laut Bruns „ein wegweisender Deal“. Charts-Erfolge mit Panjabi MC, Boogie Pimps und Culture Beat ließen nicht lange auf sich warten. Aus dem eigenen Stall entwickelten sich vor allem Seeed und das Frank Popp Ensemble nach den Vorstellungen des eastwest-Chefs. Das Seeed-Album, das die Top 5 der Charts erreichte, bleibt bei eastwest weitere neun Monate ein Thema, auch von dem im September erscheinenden Longplayer des Frank Popp Ensembles erwartet sich Bruns viel. ‚
Die Charts-Erfolge sieht der Musikmanager weder als Strohfeuer noch als Trendwende – „sondern als Ergebnis intensiver Aufbauarbeit“. Und die soll auch in Zukunft stattfinden: Für den Herbst will die Record Company den Songwriter Cosmo Klein und die Rockformation Tape ins öffentliche Interesse rücken. Als erfreulich erweist sich zudem das internationale Segment von eastwest, das zur Zeit unter anderem mit Sean Pauls Album „Dutty Rock“ (diese Woche auf Platz zwölf der Media-Control-Charts) Erfolge verbucht. Zum Jahresende stehen unter anderem Veröffentlichungen von Jewel, Kid Rock und The Corrs auf dem VÖ-Plan der Warner Music-Company. „2000 und 2001 waren Jahre, die von der Angst in der Branche geprägt waren, 2002 war es eher Hilflosigkeit. In diesem Jahr verspüre ich erstmals wieder Hoffnung“, gibt sich Bruns zuversichtlich. Und er betont: „Wir sparen uns nicht kaputt, sondern arbeiten kosteneffektiv. Dieser Weg hat Zukunft.“







