Recorded & Publishing

EA und Cherry Lane gründen gemeinsamen Verlag

Zunächst hieß es, Games-Marktführer Electronic Arts wolle den Musikverlag Cherry Lane aufkaufen. Stattdessen kooperieren die beiden Unternehmen nun mit einem Verlags-Joint-Venture namens Next Level Music. Gemeinsam will man die Rechte der Musik aus den EA-Games multimedial vermarkten.

Zunächst hieß es, Games-Marktführer Electronic Arts wolle den Musikverlag Cherry Lane aufkaufen. Stattdessen kooperieren die beiden Unternehmen nun mit einem Verlags-Joint-Venture namens Next Level Music. Gemeinsam will man die Rechte der Musik aus den EA-Games multimedial vermarkten. Next Level werde bekannte Künstler und Newcomer unter Vertrag nehmen, bestehende Kataloge aufkaufen, eigene Musik produzieren und den EA-Katalog künftig weit gefächert auswerten, sagten Steve Schnur, Musikchef bei EA, und Aida Gurwicz, President von Cherry Lane. Statt Musik für seine Spiele einzukaufen, werde EA künftig selbst Rechteinhaber sein, der seinen Musikkatalog in seinen Games bewerben kann, sagte Schnur. Next Level wird Lizenzen dieser Rechte an Werbung, Film und mobile Auswerter vermarkten.

Genauso, wie in den letzten Jahrzehnten Filmmusik die Herzen der Fans erobert hat, erreiche Musik aus Games schon heute die junge Generation, sagte Schnur. Diese Tendenz gelte es als Geschäftsmodell für EA zu etablieren. Mit Songs aus den Spielen „Madden NFL 2005“, „Die Urbz – Sims In The City“ oder „MVP Baseball 2004“ habe seine Firma bereits jetzt Acts wie Avenged Sevenfold, Maxeen und Black Eyed Peas sowie die Score-Kompositionen von Mark Mothersbaugh am Markt platzieren können. So gebe es zum Beispiel die Musik aus „Die Sims 2“ inzwischen als Download im iTunes Music Store zu kaufen. Und die Titelmelodien von erfolgreichen Games wie „Medal of Honor“ von Christopher Lennertz, „GoldenEye – Rogue Agent“ von Paul Oakenfold oder „James Bond 007: Alles oder Nichts“ von Sean Callery werden bei der Kernzielgruppe der 18- bis 34-Jährigen künftig auch als Klingeltöne gefragt sein, erklärte Schnur. Entsprechende Angebote würden in den kommenden Wochen marktreif sein.

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