Die in Basel ansässige Digital World Services AG versucht mit einer einstweiligen Verfügung den Vertrieb und die Vermarktung der Gnab-Plattform aus dem Hause Arvato zu blockieren. Das Hamburger Landgericht habe kürzlich auf Antrag der DWS eine einstweilige Verfügung gegen die Arvato Storage Media GmbH und eine weitere Gesellschaft der Bertelsmann-Gruppe erlassen, heißt es aus Basel. Arvato hat gegen die Verfügung offenbar Widerspruch eingelegt. Laut DWS sei es dem Antragsgegner derzeit aber nicht gestattet, „Softwareprodukte und -lösungen, die ein sicheres Herunterladen von digitalen Inhalten ermöglichen, vor dem 24. November 2006 durch verbundene Unternehmen vertreiben zu lassen“, teilt DWS mit.
Auf Nachfrage von MusikWoche erklärte DWS-CEO Michael Bornhäusser, dieses Datum beruhe auf vertraglichen Bestimmungen aus dem Jahr 2003 als die heutigen Inhaber – eine Investorengruppe um Chairman Rolf Brugger und Michael Bornhäusser – die Unternehmen DWS Inc. und DWS GmbH vom Bertelsmann-Konzern übernahmen. So sei nun die Hamburger arvato mobile bei der Vermarktung der Plattform Gnab „unzulässigerweise zu der von der DWS vertriebenen Musikdownloadplattform Adora in Wettbewerb getreten“. Bei DWS prüfe man derzeit „die Höhe des entstandenen Schadens, um auch diesen geltend zu machen“.
Auf der Adora-Plattform setzen laut DWS zahlreiche internationale Musik- und Filmdownloadshops auf, darunter Musicload, T-Mobile, AOL, O2 oder auch Telstra. Allein im Jahr 2005 seien bislang 20 Mio. Songs über diese Plattform ausgeliefert worden.






