Die Musikindustrie setzt für das Weihnachtsgeschäft vor allem auf DVDs, berichtet „USA Today“. Der wachstumsstarke Bereich der Musik-DVD habe Angaben von Nielsen SoundScan zufolge bis zum 10. Oktober 2004 19,7 Mio. Einheiten absetzen können – zehn Mio. mehr als im Vorjahreszeitraum. Mehr als 60 Prozent der Musikgesamtverkäufe fielen durch das Weihnachtsgeschäft in die zweite Jahreshälfte. Und da bis Ende des Jahres noch DVDs von Künstlern wie Norah Jones und Jay-Z erwartet würden, könne man davon ausgehen, dass Musik-DVDs auch das diesjährige Weihnachtsgeschäft beflügeln würden. 16 Mrd. Dollar hätten amerikanische Verbraucher für Kauf- und Miet-DVDs im letzten Jahr ausgegeben, mehr als für Kinokarten.
David Card, Musikanalyst bei Jupiter Research, bezeichnete DVDs als „Goldmine“. Jim Urie, President Universal Music & Video Distribution, erklärte, die Verkäufe von Musik-DVDs seien bei Universal 2004 um 119 Prozent gestiegen, vor allem durch Verkaufsschlager wie Shania Twain und Guns & Roses. Da immer mehr Fans das Heimkino dem Stadionbesuch vorzögen, würden die DVD-Verkäufe noch weiter wachsen. „DVDs mit einer Hand voll Musikvideos verkaufen sich nicht. Es sind die Live-DVDs, die wirklich gut gehen“, so Urie. Am allerbesten verkaufen sich Urie zufolge DVDs von älteren Bands, bei denen man auf jahrelang gesammeltes Archivmaterial zurückgreifen könne.





