Um den in den vergangenen Jahren stark eingebrochenen Compilations-Markt in Großbritannien neu zu beleben, setzen Universal Music und EMI verstärkt auf die Kombination von CD und DVD. Nachdem Universal bereits gute Erfahrungen mit seiner „Sound & Vision“-Reihe gemacht hat, von der europaweit inzwischen über 750.000 Einheiten verkauft wurden, will nun auch EMI das Konzept umsetzen. Startschuss ist eine 32 Titel umfassende Compilation, die wie die „Sound & Vision“-Boxen aus zwei CDs und einer DVD besteht. Auf „Rewind“ befinden sich Hits der 80er-Jahre mit Videos, die nur noch selten im TV zu sehen sind. EMI und Universal bringen die Kopplung für 12,99 Pfund (19,35 Euro) in den Handel. Für Brian Berg, Managing Director von Universal Music TV, ist der Fall klar: „Illegale Downloads haben den Compilations das Wasser nahezu vollständig abgegraben. Die 80er-Jahre waren eine schöpferische Periode für Musikvideos, nur liegen diese Clips heute in den Archiven und machen keine Profite mehr.“ Die Kombination mit CD-Kopplungen soll nun eine umsatzbringende Auswertungsform werden. Zumal sich die Vermarktung reiner DVD-Compilations als schwierig erwies: „Die DVD-Verkäufe steigen, aber DVD-Kopplungen verkaufen sich nicht“, so Berg. „Dafür gibt es wohl keine Nachfrage. Aber wenn man sie als Bonus ins Paket nimmt, kann man die Kunden gut damit ködern.“ Bestes Beispiel: Von „Pop Princesses“, einer CD/DVD-Compilation mit Hits und Clips von Christina Aguilera, Kelly Clarkson und anderen Teenager-Magneten, setzte Universal allein in UK knapp 250.000 Einheiten ab.
DVD-Tracks sollen Compilations aufwerten
Um den in den vergangenen Jahren stark eingebrochenen Compilations-Markt in Großbritannien neu zu beleben, setzen Universal und EMI verstärkt auf die Kombination von CD und DVD. Erste Verkaufserfolge wie die der Compilation „Pop Princesses“ scheinen die Pläne zu bestätigen.






