Der Berliner KulturKaufhaus Dussmann zieht die anstehende gesetzliche Freigabe des Ladenschlusses im Bundesland Berlin vor und will freitags die ganze Nacht hindurch und an den anderen Werktagen bis 24 Uhr öffnen.
Obwohl das Gesetz zur Änderung des Ladenschlusses bereits Ende nächster Woche im Amtsblatt erscheinen soll und damit in Kraft tritt, will Geschäftsführer Peter Dussmann bereits diese Woche seine Öffnungszeiten anpassen. „Ich denke doch nicht daran zu warten, bis der deutsche Amtsschimmel gewiehert hat“, so Dussmann gegenüber der Berliner Morgenpost. Ein Unternehmenssprecher verwies zudem darauf, dass das Parlament bereits entschieden habe. Man habe daher auf eine Genehmigung verzichtet. Eine Sprecherin der Senatssozialverwaltung bekräftigte dagegen, dass das Gesetz erst am Tag nach der Veröffentlichung gelte.
Das Kaufhaus setzt bereits seit 1998 auf längere Ladenöffnungszeiten. Durch eine Sonderregelung in der Berliner Gesetzgebung ist es für Führungskräfte möglich, auch nach 20 Uhr zu arbeiten. Dussmann beförderte dafür Teile seiner Beschäftigten zu Prokuristen und hatte seitdem jeden Werktag bis 22 Uhr geöffnet.






