Gerade erst hatte der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) noch einmal die Bedeutung von Musik als Geschenk herausgestrichen. Kurz darauf zog der Vorstandsvorsitzende des Branchenverbands, Florian Drücke, eine Zwischenbilanz.
2022 sei ein Jahr gewesen, in dem die Suche nach einer neuen Normalität alle umgetrieben habe, berichtete Drücke im Gespräch mit dem Magazin „Tonart“ von „Deutschlandfunk Kultur“. Dabei hätten die verschiedenen Krisen zwar auch die Musikunternehmen im Bereich Recorded betroffen, aber in Hinblick auf die Marktentwicklung nicht so sehr wie die Livebranche: „Wir hatten 2021 ein sehr deutliches Plus von zehn Prozent. Wie dieses Jahr ausgeht, wissen wir noch nicht. Aber wir haben zum Halbjahr ein Plus von 5,5 Prozent gesehen. Das heißt, das Jahr ist schon auf einem sehr guten Weg“, fasst Drücke zusammen. Nun gelte es zu schauen, wie das Weihnachtsgeschäft gelaufen sei.
Darüber hinaus nannte Drücke im Gespräch den angekündigten Kulturpass ein „spannendes Element“, freute sich darauf, im kommenden Jahr Fragen nach der Bedeutung der Kreativwirtschaft mit dem Ansprechpartner für die Kultur- und Kreativwirtschaft bei der Bundesregierung, Staatssekretär Michael Kellner, aufs Gleis setzen zu können, nannte als einen Arbeitsschwerpunkt fürs kommenden Jahr aber auch das Thema der laufenden Verfassungsbeschwerde in Hinblick auf die Urheberrechtsreform.
Auch für den Jahresrückblick von MusikWoche hatte sich Drücke zu Wort gemeldet. Dabei bezeichnete er 2022 als „ein weiteres herausforderndes Jahr, politisch, gesellschaftlich und natürlich auch wirtschaftlich“. Dem deutschen Musikmarkt attestierte Drücke dabei „Stabilität“ dank der „Mischung aus digital und analog“.





