Die Geschäftsbeziehung zwischen Universal Music und Tommy Mottola scheint derzeit auf eine harte Probe gestellt zu sein. US-Medien berichten, Universal-Chef Doug Morris wolle die Zusammenarbeit mit dem einstigen Leiter von Sony Music wegen anhaltender Erfolglosigkeit beenden. Die Universal Music Group betreibt gemeinsam mit Mottola seit zweieinhalb Jahren das Joint-Venture-Label Casablanca, auf dem bislang zwei Alben von Schauspielerin Lindsay Lohan erschienen sind.
Während das Debüt „Speak“ noch recht respektable Verkaufszahlen jenseits der Marke von einer Mio. Einheiten verkaufen konnte, blieb das zweite Werk hinter den Erwartungen zurück – und das, obwohl Frau Lohan dank öffentlich gut dokumentierter Abmagerung, den damit verbunden Bulimie- und Drogengerüchten und eines harmlosen Autounfalls monatelang in den Medien präsent war. „A Little More Personal“ konnte bislang nur 200.000 Kopien absetzen und gilt als teurer Flop. Von anderen Hits blieb Casablanca bislang verschont.
Die „New York Daily News“ sehen Mottolas Stern daher weiter sinken. Den Deal mit Universal verdanke er ohnehin nur der Freundschaft mit Universal-Boss Doug Morris, und selbst diese Beziehung sei inzwischen strapaziert. „Die haben die Nase voll von ihm“, erklärte ein ungenannter Insider. Morris habe Mottola zwei Jahre Zeit gegeben, um die brachliegende Marke Casablanca wiederzubeleben. Da die Firma meilenweit von den geplanten Erfolgen entfernt ist, sei demnächst mit dem Ende der Geschäftsbeziehung zu rechnen, heißt es.





