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DRM-Hersteller sollen in fünf Jahren 1,9 Mrd. Dollar umsetzen

Das Geschäft mit digitalem Rechtemanagement verspricht eine Milliardenbranche zu werden. Die wachsende Nachfrage nach digitalen und mobilen Medienprodukten werde den Entwicklern von Digital-Rights-Management-(DRM)-Lösungen in den kommenden Jahren satte Umsatzzuwächse bescheren, prognostiziert eine neue Studie.

Das Geschäft mit digitalem Rechtemanagement verspricht eine Milliardenbranche zu werden. Die wachsende Nachfrage nach digitalen und mobilen Medienprodukten werde den Entwicklern von Digital-Rights- Management-(DRM)-Lösungen in den kommenden Jahren satte Umsatzzuwächse bescheren, prognostiziert eine neue Studie der Marktforscher von Digital Tech Consulting (DTC). In ihrem Bericht „The Business of Digital Copyright“ rechnen die Experten ein Wachstum der weltweiten DRM-Ausgaben von 600 Mio. Dollar im Jahr 2004 auf 1,9 Mrd. Dollar im Jahr 2009 vor.

Vor allem für den Schutz von mobil übermittelten Inhalten würden Rechteinhaber künftig viel Geld ausgeben: Dieser Markt, der im letzten Jahr nahezu nicht existent war, werde bis in viereinhalb Jahren 525 Mio. Dollar schwer sein. Im Jahr 2009 werden laut DTC-Hochrechnungen 311,7 Mio. tragbare Hardwaregeräte mit Wiedergabefunktionen für Audio und Video ausgeliefert – vor einem Jahr waren es erst 17,1 Mio. Stück. Der Mobilgeräteanteil wird sich dann auf 41 Prozent aller DRM-nutzenden Plattformen belaufen. Den zweitgrößten Anteil im Hardwarebereich werden bis 2009 DVD-Spieler haben, deren Auslieferungsvolumen DTC auf 180,1 Mio. Einheiten schätzt – im Jahr 2004 waren es 74,6 Mio. Stück.

Im Marktsektor Musik-CD werden die DRM-Ausgaben der Rechteinhaber laut der Studie allerdings eher mäßig steigen: Statt 15 Mio. Dollar wie im letzten Jahr würden Musikfirmen bis 2009 nur knapp 130 Mio. Dollar für Rechteschutzsysteme ausgeben. Zwar werde der Anteil von kopiergeschützten CDs von zuletzt fünf auf dann 50 Prozent anwachsen, die Rechteinhaber würden jedoch immer weniger für DRK-Systeme zahlen wollen. Noch vor zwei Jahren gaben Labels pro geschützter CD 30 Cents aus, bereits in diesem Jahr sank dieser Wert auf lediglich acht Cents. Zudem werde der weiterhin schrumpfende Gesamtabsatz von CDs das Umsatzvolumen für die DRM-Lieferanten schmälern.

Stattdessen werden laut DTC andere Wirtschaftszweige massiv in den digitalen Rechteschutz investieren: Telefonfirmen würden in den kommenden Jahren rund 25 Mrd. Dollar für die Aufrüstung ihrer Netze bereitstellen, um durch ein erhöhtes Maß an Datensicherheit mit Kabelnetzbetreibern und Satelliten-TV-Firmen konkurrieren zu können. Als wichtigste Player im DRM-Markt sieht DTC Unternehmen wie InterTrust Technologies, ContentGuard, Entriq, Macrovision, Microsoft und die NDS Group.

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