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Drittes Quartal bei Best Buy enttäuscht Anleger

Best Buy, Amerikas größte Elektrofachhandelskette, hat das dritte Geschäftsjahresquartal mit einem fast neunprozentigen Gewinnplus abgeschlossen – die Börse hatte mehr erwartet. Während neue Spielkonsolen für Zuwächse sorgten, gerieten CDs und DVDs unter Druck.

Best Buy, Amerikas größte Elektrofachhandelskette und zweitgrößter Anbieter von Musikprodukten in den USA, hat das dritte Geschäftsjahresquartal mit einem Gewinnplus von 8,7 Prozent abgeschlossen. In den drei Monaten bis zum 25. November machte das Unternehmen einen Nettogewinn von 150 Millionen Dollar – im Vergleichsquartal 2005 waren es erst 138 Millionen Dollar.

Die Umsätze von Best Buy kletterten im dritten Quartal um 15,6 Prozent auf 8,47 Milliarden Dollar. Flächenbereinigt wuchsen die Einnahmen indes nur um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Dass es an der Wall Street trotz der Zuwächse lange Gesichter gab, lag vor allem daran, dass man in Börsenkreisen mit besseren Werten gerechnet hatte. Immerhin hatte Best Buy noch im zweiten Quartal einen Nettogewinn von 230 Millionen Dollar ausgewiesen.

Doch es war vor allem die auf massive Preisnachlässe getrimmte Geschäftsstrategie der letzten Monate, die der Kette die Bilanz etwas verhagelte. Um mit der Konkurrenz in Form von Wal-Mart oder Circuit City mithalten zu können, musste Best Buy in den Produktbereichen Flachbildschirme und Laptops zum Teil enorme Discounts gewähren. Das tat dem Umsatz gut, nicht aber der Rendite – die Bruttoumsatzmarge sank daher von 24,4 auf 23,5 Prozent.

Mit der Bilanzsparte Entertainment Software bestritt Best Buy im letzten Quartal 17 Prozent seiner Umsätze – oder 1,44 Milliarden Dollar. Das entspricht einem flächenbereinigtem Wachstum von rund vier Prozent. Doch dieses Plus ist einzig und allein dem Gamesgeschäft geschuldet: Die Next-Generation-Konsolen Wii, PS3 und Xbox360 verkuaften sich ebenso rasant, wie die zugehörigen Spiele. Best Buy spricht von Umsatzzuwächsen im soliden zweistelligen Bereich. Im niedrigen zweistelligen Bereich nach unten gingen indes die CD-Umsätze. Und auch die Verkäufe von DVDs mussten Federn im einstelligen Prozentbereich lassen.

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