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Downloads versprechen vorerst keine hohen Margen für ISPs

Obwohl die großen Internet Service Provider (ISP) wie T-Online oder AOL massive Marketinganstrengungen für ihre neuen Angebote zum Download von Medieninhalten unternehmen, werden die Gewinne mit Musik- und Filmverkäufen erst in mehreren Jahren relevante Größenordnungen erreichen. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher von Ovum.

Obwohl die großen Internet Service Provider (ISP) wie T-Online oder AOL massive Marketinganstrengungen für ihre neuen Angebote zum Download von Medieninhalten unternehmen, werden die Gewinne mit Musik- und Filmverkäufen erst in mehreren Jahren relevante Größenordnungen erreichen. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher von Ovum. Erst ab dem Jahr 2007 würden ISPs mehr als 20 Prozent ihres Umsatzes mit dem Verkauf von Musik- und Film-Downloads erwirtschaften. Laut Ovum kommen deutsche ISPs im laufenden Jahr mit Hilfe des Mediengeschäfts auf rund 130 Mio. Euro Umsatz; das entspricht einem Anteil von 6,9 Prozent am Gesamtumsatz der Provider. Im Jahr 2006 soll dieser Wert auf 590 Mio. Euro (16,1 Prozent) und im Jahr 2008 auf 1,51 Mrd. Euro (23,9 Prozent) anwachsen. Der „Financial Times Deutschland“ sagte Ovum-Analyst Michael Philpott, dass es für die ISPs jedoch ungleich schwerer sei, aus diesen Umsätzen auch Gewinne zu schlagen: „Viele Firmen werden sich anstrengen müssen, um ihre Unterhaltungsangebote profitabel zu machen.“ Die Provider nutzten diese Angebote im Moment hauptsächlich dazu, ihre DSL-Anschlüsse zu vermarkten und um überhaupt auf diesem Markt präsent zu sein. Zudem seien Firmen wie Apple, Sony oder Microsoft eine starke Konkurrenz für die Provider – schließlich beruhe deren Download-Geschäftsmodell nicht auf den Gewinnen mit dem Musikverkauf, sondern auf dem wesentlich rentableren Absatz von Abspielgeräten.