Die Musikbranche steckt weiterhin im Umbruch. „Die Musikwirtschaft befindet sich momentan in einer Transition-Period, die sich dadurch auszeichnet, dass unser altes Geschäftsmodell – der Verkauf von CDs – aufgrund massenhaften Musikdiebstahls nicht mehr annähernd so funktioniert wie noch vor wenigen Jahren“, erklärt Bernd Dopp, President der Warner Music Group für Deutschland, Österreich und Schweiz, im ab dem 29. Juli ausliegenden „WOM Magazin“. „Und die neuen Geschäftsmodelle, wie zum Beispiel kommerzielle Downloads und das Mobile-Business, können die Umsatzeinbußen noch nicht kompensieren.“ Als Maßnahmen gegen eine weitere Flaute schlägt Dopp funktionierende Downloadangebote, konsequentes Vorgehen gegen Piraterie und ein Ende der Veröffentlichungsflut vor. Außerdem sollte der Künstleraufbau wieder in den Fokus rücken: „Es wird höchste Zeit, dass zum Beispiel das Talent, eigene Songs zu schreiben, Live-Qualität, Charisma und die Fähigkeit zu emotionalisieren bei der Künstlerauswahl wieder in den Vordergrund rücken“, betont Dopp. Außerdem beklagt der Warner-Chef mangelnde Vielfalt in der deutschen Radiolandschaft: „Ketzerisch könnte man sagen, dass die Sender meinen, ihre Hörer wären in erster Linie zwischen acht und zwölf Jahren alt. Die Zielgruppe der meisten Radiosender ist jedoch der klassische Albumkäufer.“
Downloads und Mobilgeschäft fangen Minus nicht auf
Neue Geschäftsmodelle wie kommerzielle Downloads oder das mobile Musikgeschäft können die Umsatzeinbußen der Branche im Tonträgerverkauf laut Warner-Chef Bernd Dopp noch nicht auffangen.






