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Downloads und DVDs beflügelten UK-Markt

Der britische Tonträgermarkt ist weiter auf Erholungskurs. Im Jahr 2004 ging der Handelsabsatz mit Alben um rund 2,6 Prozent nach oben, die Singles steigerten sich dank Downloads sogar um vier Prozent. Und die DVD, die bereits vier Prozent des Gesamtmarkts ausmacht, legte um 46,7 Prozent zu, sehr zur Freude von BPI-Chairman Peter Jamieson.

Der britische Tonträgermarkt ist weiter auf Erholungskurs. Im Jahr 2004 ging der Handelsabsatz mit Alben um 2,57 Prozent nach oben. Statt 159,3 Mio. Einheiten wie im Rekordjahr 2003 verkaufte die UK-Branche 163,4 Mio. CD-Alben. 13 der erfolgreichsten 20 Longplayer stammen zudem aus dem eigenen Land, was BPI-Chairman Peter Jamieson zum Kommentar veranlasste: „Dieses Ergebnis belegt, dass sich die Investitionen der britischen Branche in neue britische Musik auszahlen.“ Dafür ließ das Geschäft mit CD-Singles stark zu wünschen übrig und brach um 14,2 Prozent ein.

Doch der Digitalvertrieb wetzt diese Scharte nicht nur aus, sondern sorgt in der Summe sogar dafür, dass alle Singles-Formate, zu denen bei der Official UK Charts Company auch Downloads zählen, zusammen ein Plus von vier Prozent verzeichnen können. Insgesamt kauften Briten im Jahr 2004 mehr als 5,7 Mio. Downloads. Zum Vergleich: Allein in der letzten Woche des Jahres brachten es die Amerikaner auf 6,7 Mio. Downloads. Zur soliden Stütze der Branche entwickelt sich auch in Großbritannien die DVD, die bereits vier Prozent des Gesamtmarkts ausmacht und im letzten Jahr beim Absatz um 46,7 Prozent zulegen konnte.

Trotz der Zuwächse bei den Stückzahlen bleibt abzuwarten, wie sich die Umsätze auf der Insel entwickelt haben. Schätzungen der „Financial Times“ zufolge fiel der Durchschnittspreis für Alben im vergangenen Jahr um rund fünf Prozent, was im besten Fall dafür ausreicht, um den Gesamtumsatz der Branche auf Vorjahresniveau zu halten. Marktführer war Universal Music mit einem Stückzahlenanteil von 27,8 Prozent, gefolgt von Sony BMG mit 22,3 Prozent und EMI mit 19,2 Prozent. Warner Music ist mit seinen 11,1 Prozent das Schlusslicht unter den britischen Majors. Die Independents kommen zusammen auf 19,6 Prozent Marktanteil. Erfolgreichstes Album im Jahr 2004 war das Debüt der Scissor Sisters, bestverkaufter Download war „Vertigo“ von U2, die Gesamtsingles führt Band Aid 20 an und beliebteste Musik-DVD war „Live Aid“.

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